Römisches Gräberfeld


Jahrhunderte lange Erinnerung an die Ahnen

Die Bestattungskultur hat sich in der Geschichte der Menschheit immer wieder verändert. Die Religionszugehörigkeit spielte eine übergeordnete Rolle. Es war ganz offensichtlich im Brauchtum der Römer angelegt, dass Gräber von der Siedlung getrennt waren.

Dies war eine Trennung der Welt der Lebenden von der Welt der Toten. In römischer Zeit war es sogar gesetzlich verboten, Tote innerhalb von Siedlungen zu bestatten.

Entsprechend war der hier befindliche Gräbergarten mit Hügelgräbern südlich von der Koblenz-Lütticher Römerstraße, an der sich ein Straßenvicus befand, angelegt. Auf den zumeist aus Eichen- oder Buchenholz aufgeschichteten Scheiterhaufen legten die Angehörigen den Toten und stellten Tongeschirr und persönliche Gegenstände daneben.

Die verbrannten Knochenreste der Toten wurden mit Beigaben wie Gefäßen, Speis und Trank, mit Schmuck bis hin zu Schuhnägeln in Grabgruben gelegt. Der Gräbergarten wurde mit einem Graben eingefasst. Aus den Gräbern erhalten wir direkte Informationen über das Leben der Bestatteten. Diese Beigaben ermöglichen Einblicke in das Leben und den Alltag der Bewohner der Siedlung.

Als Erinnerung an die Toten im Gräberfeld wurden in 2019 drei Kreuze aufgestellt.

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