Hausnamen

Wie in Wikipedia gut dargestellt, ist ein Hausname ein Name für ein Haus, ein Anwesen/Hof mit mehreren Gebäuden oder das ganze bewohnte Grundstück.

Mit dem Hausnamen werden in ländlichen Regionen, also auch hier in Nachtsheim,  alle dort ansässigen Familienmitglieder belegt, noch heute. Bei der Benennung wird er stets dem Rufnamen vorangestellt. Ein Hausname ist ein Beiname (auch Genanntname), quasi ein zweiter Familienname in örtlichem Dialekt, der nur mündlich gebraucht und weitergegeben wird.

Viele ursprüngliche Hausnamen sind im Laufe der Siedlungsentwicklung zu heutigen Ortsnamen/Siedlungsnamen geworden.

Ein Häusername ist nicht dasselbe, er bezeichnet nur ein Gebäude. Im Gegensatz zum Hausnamen werden die Bewohner nicht mit dem Häusernamen belegt.

Tabelle

In vielen Ortsgemeinden zwischen Rhein, Ahr und Mosel, werden die Hausnamen in Schilderform an die Hauswand gebracht, um auf den alten Hausnamen hinzuweisen. (Das wäre nach Meinung der Redaktion auch für Nachtsheim eine super Idee!)

Viele jüngere Einwohner haben keinen Überblick mehr, welche Hausnamen hier in Nachtsheim gängig waren und es auch noch sind. Besonders die Aussprache in Bezug auf die Bedeutung macht es schwierig, einen Zusammenhang zu bilden.

In der Folge haben wir uns bemüht die Hausnamen alphabetisch zu leisten und ihre Bedeutung zu interpretieren.

 

 

 

 

 

Anmerkung:

Hausnamen entstanden aus der Notwendigkeit, ein Anwesen (Hof oder Haus mit Grundstück) eindeutig zu definieren (den Ort zu benennen) in einer Zeit, als es noch keine Grundbücher und Hausnummern gab. Das war wichtig, um Rechte, Besitz, Lehen, Dienstleute und Hörige eindeutig zuordnen zu können sowie für den Einzug von Steuern und bei der Aufforderung, Leistungen für den Grundherrn oder Landesherrn zu erbringen. Sie entstanden vorwiegend aus Vornamen, Nachnamen, Spitznamen, Berufsbezeichnungen, Lagebeschreibungen und Flurbezeichnungen.